Gesucht: Der Mann als Opfer

Der Mann als Opfer von häuslicher Gewalt und Stalking

Mit meinem Fotografenkollegen Dr. Martin Kreuels  aus Bunde suchen wir Männer, die Opfer von häuslicher Gewalt geworden sind.

Hintergrund unseres Projektes ist die Wahrnehmung von Opfern in der Öffentlichkeit. Opfer sind Frauen, Täter sind Männer.

Mit knapp 500 Frauenhäusern zu etwa 5 Männerhäusern in Deutschland, wird dies auch auf dieser Ebene deutlich. In Wirklichkeit wird der überwiegende Teil der Gewalt von Männern gegen Männer ausgeübt. Auch die häusliche Gewalt ist nach Studien nicht nur männlich, sondern vielfach weiblich.

Die männlichen Opfer tauchen aber selten auf, denn Männern ist es peinlich, sich als Opfer erkennen zu geben. Und damit verbunden trauen sich viele Männer nicht die Polizei einzuschalten, aus Angst ausgelacht zu werden. Dabei ist die Polizei neutral und hat häufig eigene Opferberatungsstellen, wie beispielsweise in Leer.

Es geht in unserem Projekt nicht darum, die Frauen als gewalttätige Menschen zu stigmatisieren. Dies würde den Tatsachen nicht entsprechen. Uns geht es darum, den männlichen Opfern ein Gesicht zu geben, um die Wahrnehmung zu sensibilisieren und um betroffenen Männern Mut zu machen, sich Hilfe zu holen, um aus der Opferrolle zu entkommen. Letztlich ändern wir nur Dinge, wenn sie öffentlich wahrgenommen werden können. Dafür müssen sowohl Männer, als auch Frauen den Mut haben, davon zu berichten. Und sie brauchen das Sprachrohr, was sie nutzen können.

Wenn Sie ein Mann sind, der häusliche Gewalt erfahren hat und sie den Mut haben davon zu berichten, freuen wir uns, von Ihnen zu hören.

Dr. Martin Kreuels, Dr. Fabian Haas

Der Mann als Opfer von häuslicher Gewalt und Stalking

Bilder. Als Fotograf denke ich natürlich in Bildern. Was passiert bei häuslicher Gewalt eigentlich? Für viele Kinder — sie denken ja in Funktionen, und meinen z. B. wenn man sich sehr mag, dann heiratet man eben — ist das Haus ein sicherer Ort. Dort wo man geborgen ist und einem nicht schlimmes passieren kann.

Das ist dann vorbei, das Heim ist kein sicherer Ort mehr. Vielmehr der Brennpunkt, der Unsicherheitsort. Aus dem Ort wird ein Tatort.

Ich habe mi diesen Bildern versucht diese Verwandlung, die Mutation, einmal Bildlich darzustellen, ganz ohne Personen. Alltagsgegenstände sind dann nicht mehr alltäglich und bekommen eine ganz andere Bedeutung. Werkzeuge, Tatwerkzeuge.

Meine Annäherung an das schwierige Thema häusliche Gewalt.

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